#SGERBL – Drei, drei, drei

Den Älteren unter uns dürfte er noch geläufig sein, der Satz: Drei, drei, drei, bei Issos Keilerei. Gern genutzter Merksatz, um eine Schlacht zwischen den Makedoniern Alexander des Großen und den Persern zeitlich einzuordnen (Wikipedia). Und was hat das jetzt mit der Eintracht und dem Topspiel am kommenden Samstag zu tun? Ganz einfach.

Bisher gab es zwischen der Eintracht und den Rasenballern neun Aufeinandertreffen. Dreimal gewann die Eintracht, dreimal endete es unentschieden und drei Spiele verlor die Eintracht. So weit so ausgeglichen. Im Deutsche Bank Park Commerzbank Arena Waldstadion jedoch hat die Eintracht noch nicht gegen RBL verloren, drei Siege und zwei Unentschieden stehen hier in den Chroniken. Die letzten zwei Spiele waren das Heimspiel am 19. Spieltag der letzten Saison (2:0) sowie das Pokal-Achtelfinale eine Woche später (3:1). Und Tore, Tore fielen zumindest in Frankfurt immer wenigstens zwei beim Aufeinandertreffen der beiden Teams.

Und morgen? Wenn man sich die letzten Spiele ansieht wird man mit einem dezent sarkastischen Unterton feststellen dürfen, dass der Spielverlauf eigentlich schon vorgegeben ist. Die Mannschaft wird gut beginnen, allerdings nach wie vor nicht zwingend vor dem Tor auftreten. Irgendwann, sei es Mitte oder Ende von Halbzeit eins oder früh in der zweiten Hälfte geht Leipzig in Führung. Gern nach einem katastrophalen Abwehrschnitzer. Dann wird offensiv gewechselt, die Mannschaft reißt sich am Riemen und es geht 1:1 oder 2:2 aus. Böse? Ja. Unmöglich? Nein.

Man könnte aber mal etwas ändern. Aufstellung und Einstellung. Denn man hatte in den letzten Wochen schon immer wieder – eigentlich bei allen Spielen seit dem Sieg gegen Hoffenheim am 3. Oktober – das Gefühl, dass da eine Mannschaft direkt aus dem Schlafwagen auf den Platz geleitet wurde. Despektierlich gefragt, liegt das vielleicht an der Tatsache, dass die Eintracht derzeit mit (un)schöner Regelmäßigkeit die älteste Truppe der Liga stellt? Es ist Zeit, etwas neues zu wagen. Zumal auch noch mit Younes einer der Protagonisten ausfällt, die in den letzten Spielen nach ihrer Einwechslung für frischen Wind gesorgt haben.

Und da sich Adi Hütter auf die Dreierkette und ihre beiden Protagonisten Abraham und Hasebe auf jeden Fall festgelegt hat, bleibt hier nur die linke Position diskutabel. Vielleicht sollte man in Erwägung ziehen, dem mit zwei Länderspielen der letzten Woche reichlich belasteten Hinteregger einmal eine Pause zu gönnen, vor allem wenn man ja mit N’Dicka einen wirklich 100%igen Backup im Kader hat.

Davor muss sich – wie schon ein paar Mal beschrieben – etwas ändern. Ich würde den in den letzten Wochen unglücklichen und überspielten Ilsanker auf die Bank rotieren und mit Kohr und Rode beginnen. Vielleicht auch Sow statt Kohr. Außen mit Toure (oder da Costa?) und Kostic, mit zwei offensiven Mittelfeldakteuren Barkok und Kamada sowie dem beweglichen Stürmer Silva. Denn die Abwehr der Leipziger ist gut. Sie haben ligaweit die wenigsten Gegentore (vier) und da brauchst Du mit hoch und weit nicht aufzutreten. Die musst Du ausspielen.

Trapp – Abraham, Hasebe, N’Dicka – Rode, Kohr (Sow) – Touré (da Costa), Barkok, Kamada, Kostic – Silva.

So würde ich aufstellen. Wird Adi Hütter das auch tun? ich denke nicht. Hinteregger statt N’Dicka, Ilsanker statt Kohr, Barkok statt Touré auf rechts, dafür Dost vorne drin. So erwarte ich die Startelf unseres Trainers. Und tippe ein 2:2.