#DSCSGE – Ic time.

Geschafft. Das siebte ungeschlagene Spiel in der Liga. Auswärts die Arminia aus Bielefeld in Bielefeld mit 5:1 vom mitgenommenen Rasen gefegt. Die letzte Niederlage datiert vom 11. Dezember 2020, die Älteren werden sich erinnern. 1:2 in Wolfsburg. Seitdem wurden aus sieben Spielen 17 Punkte geholt. Das entspricht einem Schnitt von 2,4 Punkten pro Spiel. Mit so einem Schnitt wird man Meister wie man den Maintracht-Statistics entnehmen kann.

Wie schon in den vergangenen Spielen hat die ganze Mannschaft eine spielerisch bockstarkte Vorstellung gegeben. Man hatte nicht eine Sekunde Zweifel, wer die Bielefelder Alm als Sieger verlassen würde. Auffällig zum wiederholten Male war vor allem die unfassbare Passsicherheit, die Passquote von 86% bestätigte erneut die beeindruckende Weiterentwicklung der Mannschaft. Man kann eigentlich festhalten, der Moment, in dem Adi Hütter beschloss, wieder auf die Abteilung Attacke zu setzen, ist der Moment der Wiedergeburt der Eintracht-DNA. Während Anfang der Saison teilweise noch sechs, sieben defensiv orientierte Spieler vor Kevin Trapp starteten, sind derzeit meistens sechs Offensivspieler in der Startelf. Gestern waren das Durm, Sow, Kamada, Younes, Silva und Kostic.

Apropos Kostic. Für mich Man of the Match, der Mann, der die gestern schon gute Eintracht einfach noch ein bisschen (mindestens) besser macht. Er war an jedem (!) Tor direkt beteiligt, sorgte selber mit dem für mich vorentscheidenden 2:0 für den Bielefelder Knock-out. Er sprüht vor Spielfreude, ist eigentlich gegenüber dem Saisonbeginn und vor allem der Zeit nach seiner Verletzung nicht wieder zu erkennen.

Eigentlich dreht Filip K. genau seit dem Moment wieder so richtig auf, seit sein spezieller Buddy Luka Jovic wieder das Trikot der Eintracht trägt. Aber kann ein derartiger Musterathlet ein solcher Gefühlsmensch sein, der die fehlenden paar Prozent zu seiner Bestleistung aus dem Umfeld holt? Ich denke ja, man schaue sich nur seine Performance in Hamburg an und was er seitdem er in einem stabilen Umfeld so geleistet hat.

Und da ist dann noch sein Kumpel Luka. Drittes Spiel, drittes Tor. Irgendwo habe ich gelesen, er macht den Ball zum 5:1 so locker rein, als ob er mit seinen Kumpels ein paar Bälle schnickt. Ach ja, bei Kilchenstein und Durstewitz, da war es. Und dieser fantastische Kicker hat bei Real nicht funktioniert? Unfassbar. Und irgendwie kann ich gar nicht glauben, dass das Märchen am Saisonende schon wieder vorbei sein soll.

Um die ic-Parade komplett zu machen, auch der dritte Vertreter aus dem ehemaligen Jugoslawien war wieder mit an Bord. Ajdin Hrustic wurde in Minute 77 eingewechselt und zeigte, wofür er steht. Klares, strukturiertes Spiel und einen klasse linken Fuß. Der kann uns auch noch viel Spaß machen.

Und ganz besonders viel Spaß macht mir, dass ich am 6. Januar, nach dem Siege gegen Leverkusen schrieb, die Perspektiven seien gut und man könne mit 15 Punkten aus den nächsten sieben Spielen ganz oben anklopfen. Vier Spiele später hat man zehn Punkte im Sack, die Spiele gegen Hertha, Köln und Hoffenheim vor der Brust und Platz vier in Reichweite. Ich sitze derzeit nur da und freue mich.

Zur Tabellenspitze beträgt der Rückstand übrigens zwölf Punkte. Bei noch 16 ausstehenden Spielen. Ich sag das einfach mal so.