#SGEWOB – Tanzt!

Als der Schiedsrichter gestern das Spiel der Eintracht gegen die Radkappen aus Wolfsburg nach 95 zuletzt ewig erscheinenden Minuten abgepfiffen hatte und der 4:3 Sieg feststand, kam ein Bild vor mein geistiges Auge: Wenn wir jetzt im ausverkauften Waldstadion stünden, dann würde mit Sicherheit ein Evergreen der Fangesänge erklingen, der Eintracht-Walzer. Also in etwa so, wie hier auf dem Video des EFC Rodgau…

Eins der besten Spiele, die ich unter Beteiligung der Eintracht in den letzten Jahren gesehen habe, beide Mannschaften über 90 plus x Minuten mit offenem Visier, immer den Weg nach vorne suchend. Wenn man der Statistik des kicker glauben darf, 28 Torschüsse hüben und drüben, die Eintracht machte aus 8 Torschüssen vier Treffer, der VfL aus 20 drei. Es ist ein ganz starkes Bild, dass die Eintracht dieses Spiel so überzeugend für sich entschieden hat, mit gnadenloser Effektivität, unbegrenztem Willen und einem für mich immer noch sehr, sehr beeindruckenden Mannschaftsgeist hat die Truppe der SGE die drei Punkte im Waldstadion gehalten.

Man of the match? Kamada. Na klar. Ein Tor erzielt, bei zweien entscheidend die Füße im Spiel, immer anspielbar, eine bockstarke Partie. Ohne Frage. Wen ich aber auch noch erwähnen möchte, ist Luka Jovic. Nach grandiosem Start in die Rückrunde wirkte er zunächst wie das Opfer des neuen Systems mit den zwei Zehnern, kam dann aber wie Phönix aus der Asche und bot gestern zum wiederholten Male ein spielerisch und kämpferisch superstarkes Spiel in neuer Position. Er scheint seine leicht veränderte Rolle perfekt verinnerlicht zu haben. Gerne mehr davon.

What’s next? Mönchengladbach am kommenden Samstag. Brisant aus mehreren Gründen. Bei einem Sieg könnte die Eintracht die Qualifikation für die Champions-League nahezu perfekt machen und gleichzeitig die Träume von Europa der Borussia beerdigen. Und dann sind da ja noch die seit Tagen von der Springer-Presse und ihren Unterstützern von Sky gestreuten Gerüchte um Hütter und MGL. Das verdient aber eine separate Würdigung in den nächsten Tagen.

Und bis dahin freuen wir uns an der unfassbaren Performance, die diese Mannschaft derzeit auf den Rasen bringt, ärgern uns ein Loch in den Bauch, dass wir das nicht live im Stadion sehen dürfen, und harren in fröhlicher Erwartung der Neuigkeiten, die möglicherweise in den nächsten Tagen auf uns zu kommen.