Zwei bis drei oder „Äh, wie? Na gut.“

Vor so zwei bis drei Tagen, genaugenommen am Freitag, bin ich ja ins Waldstadion aufgebrochen. Das Nützliche mit dem angenehmen verbinden. Impfstatus registrieren, gleichzeitig großes Kind mitnehmen, eine kurze Tour über das Stadiongelände, durch den Fanshop und natürlich ins Museum.

Ca. 33 Minuten Anfahrt. Dann ca. 33 Sekunden für die Registrierung des Impfstatus. „Es steht jetzt bei uns im System!“ – Ok, ich hoffe, dass es das wirklich tut. Beweise dafür bekommt man nicht. „Sagt mal, ist hier der Gästeeingang offen, um jetzt auf das Stadiongelände zu kommen?“ – „Äh, keine Ahnung, müssen Sie mal gucken.“. Also bei der Gästekasse von P9 ums Eck, zu. Eh klar. Also: ab zum „Haupteingang“ neben dem Stadionbad, da ist ja auf.

„Bitte tragen Sie auf dem ganzen Gelände ihre Maske!“, kein Problem. Ab nach drinnen, auf die „Allee“ in Richtung Haupttribüne. Steht ein einsamer unbemaskter Security-Mitarbeiter, der schon aus der Ferne schalmeit: tut mir leid, ihr müsst hier Außenrum laufen, der Weg hier ist gesperrt. Korkens ungläubiger Blick den Weg entlang, auf dem NICHTS los ist: äh, wie? Na gut. Der Herr korken aber hat da noch eine Frage, auf die Maske und die freie Luft zeigend: „Müssen wir hier im Freien die Masken tragen?“ – „Sie schon, ich nicht.“ Zwei von drei also müssen. Äh, wie? Na gut.

So traben wir den Weg rechts um die „Alle“ zur Treppe Richtung Westkurve (was für eine Sehnsucht mich schon überfällt wenn ich nur die Treppe sehe!), ums Eck Richtung Fanshop und Haupttribüne. Eine Runde Shopping, Legomodell für den Papa (jaja, Alibi, eigentlich fürs Kind. Äh, wie? Na gut.), T-Shirt fürs große Kind, Satz Aufkleber fürs kleine Kind, kurze Trikotanprobe. Und wieder raus. Treffen mit dem Eintracht-Laien nebst Anhang, kurzfristig verabredet, ich freue mich!

Dann gingen wir gemeinsam ins Eintracht-Museum, während die Mannschaft ein Training auf den Plätzen vor der Haupttribüne macht. Freude beim Großen, „Guck mal, der Trapp!“ und einfach mal ein bisschen Staunen, was die da so machen auf dem Platz. „Entschuldigung, Sie dürfen gerne zwei bis drei Minuten schauen, aber mehr ist nicht erwünscht!“ – Äh, wie? – frage ich sie: „Also ok, ich verstehe, dass Sie das sagen müssen, aber mir erschließt sich der Sinn nicht hier unter freiem Himmel?“ – Die nette Security-Lady: „Ach naja, ist halt Anweisung. Sorry.“ – Na gut. (Übrigens, da war wirklich sonst kein Mensch. Und so kann man natürlich Kinder auch verprellen, just my zwei bis drei Cent.)

Ab ins Museum. Beve leitet gerade eine Führung ein, schade, hätten ihn gerne kurz gesprochen und begrüßt. Ab an die Kasse, winken mit dem Fördervereinsausweis. „Für ihn muss ich aber zahlen.“ (Aufs Kind-zeigt.) – „Nix, lass gut sein!“ – Äh, wie? Na gut. Und: „Danke!!“ – „Magst du trotzdem eine Eintrittskarte haben?“ – „JA!“ – leuchtende Augen. Danke, Museumsteam. So einfach und so wirksam.

Boah, die Kuhglocke! Boah, da is ja ein Modell vom Stadion! Ich stelle so für mich fest: in dem Alter jetzt wird das für die Kinder erst richtig spannend, vorher ist irgendwie noch völlig unwichtig. Wir touren also durchs Museum, schauen uns die Kuhglocke mehrmals aus der Nähe an, natürlich die Torjägerkanone von AM14FG und so vieles mehr und ich freue mich unendlich, Beve dann in der Führungshalbzeit bei einer Apfelschorle doch noch zu erwischen und mit ihm ein bisschen zu plaudern. Hach, schön. Wäre toll, wenn es das bald wieder öfters geben könnte.

Auf die Frage: ist der Weg zum Gästeparkplatz offen? bekam ich dann sogar die Aussage: klar, vornerum kommst du da direkt hin. Na Bestens, also ab dorthin. Ja, es war offen. Und die Parkplatzsituation dort war, sagen wir es mal ganz ganz ganz offen, ein Desaster. Nein, mich traf es nicht. Aber alle in der Mittelreihe (siehe auch: Beitragsfoto!). Denn da standen so eher zwei bis drei, naja genabgenommen genau drei, Autos. Ich sagte ja, mich traf es nicht. Den Eintracht-Laien aber schon. Äh, wie? Weil natürlich auf dem Impfstatusregistrierungsparkplatz jede Menge Schwimmbadgänger parkten, die offen gesagt zu doof zum Parken sind. Und natürlich dort keine Parkplatzwächter unterwegs waren, die das ordneten. Aber Hauptsache, man hat welche, die für „max. 2…3 Minuten Trainingsbeobachtung durch Kinder“ sorgen. Kann man jetzt drüber denken was man will. Ich weiß was ich denke, falsches Maß an falscher Stelle.

Für den Laien ging es übrigens gut aus, denn: zufällig kam einer derer, die um ihn herum parkten. Und fuhr weg. Sonst wäre die Karre dageblieben. Und ich hätte ihn nebst Anhang einfach mitgenommen. Für andere ging es aber sicher ziemlich blöd aus.

Ich dachte mir am Ende so: na gut. Es war ein netter Nachmittag. Mit ein paar seltsamen B-Noten. Genabgenommen zwei bis drei B-Noten. Und beschließe das hier und heute mit einem: vielleicht ja beim nächsten Mal ein bisschen weniger von diesem äh, wie?