#BOCSGE – Vergangenheit und Zukunft

Der Alltag der Bundesliga hat die glorreiche Eintracht und ihre Fans wieder. Nach den Festspielen im Wald gegen die Griechen aus Piräus nun also Bochum. Auswärts. Eine Begegnung, die es in der Bundeliga schon viele, viele Male gab, zuletzt allerdings bereits am 26.03.2010. Damals gewann die Eintracht mit Toren von Russ und Caio (ausgerechnet!) 2:1 in Bochum. Seitdem gab es nur noch zwei Spiele in Liga 2 in der Saison 2011/12 und ein Pokalspiel 2013. Alle diese Spiele entschied die Eintracht für sich. Ist das mal ein gutes Omen?

Und dann ist da ja noch der Trainer der Bochumer, Thomas Reis. Der hat ja bekanntermaßen auch eine Eintracht-Vergangenheit. Von 1992 bis 1995 trug er, nachdem er bereist in der Jugend am Riederwald gekickt hatte, das Trikot der Profimannschaft. Insgesamt kam er in den drei Jahren auf 16 Spiele und schoss zwei Tore. Und heute ist er der Aufstiegstrainer des VfL, dem wohl die allermeisten auch hier am Main den Wiederaufstieg gegönnt haben. Endlich mal kein Plastikverein, Tradition halt, und zum Glück bevölkert nicht die Chaosgang des HSV die VIP-Bereiche der Bundesliga.

Nichtsdestotrotz, morgen muss ein Sieg für die Eintracht her. Es lässt sich leider nicht vermeiden, aber der VfL muss die Punkte zum Klassenerhalt gegen andere Gegner holen. Denn derzeit (also vor dem Anpfiff der Spiele des Samstags) rangiert dien Eintracht mit acht Punkten auf Platz 14 der Tabelle. Um es schonungslos zu sagen, das ist für die Ansprüche von Verein und Spielern jenseits von Gut und Böse.

Und dabei ist die Lösung ganz einfach, wie ich auch schon in einem früheren Beitrag erwähnte: einerseits sollte der Trainer die Mannschaft jetzt in der Formation, in der sie sich offensichtlich am wohlsten fühlt, dem 3-5-2 oder ähnlich spielen lassen. Und dann sollte man bis Weihnachte bitte nicht mehr wild Spieler ein- oder auswechseln, sondern mal eine Stammelf einspielen.

Also wenn ich Trainer wäre, ich würde – sofern alle rechtzeitig fit sind – auf die Aufstellung vom Donnerstag vertrauen, sollten Tuta und gar Hasebe ausfallen, müssten wohl Ilsanker und N’Dicka einspringen. Und man könnte Rode für Jakic bringen, wobei ich da skeptisch bin ob der Seppel schon wieder soweit ist. Also so:

Trapp – Tuta (Ilsanker), Hasebe (Hinteregger), Hinteregger (N’Dicka) – Jakic (Rode), Sow – Touré, Kamada, Kostic – Borré, Paciencia

Wenn der Trainer es dann noch schafft, die Einstellung und vor allem die Ernsthaftigkeit des Spiels gegen Olympiakos zu konservieren, dann ist mir um einen (deutlichen) Sieg nicht bang.

Und zum Schluss noch etwas in eigener Sache, da mich in den letzten Stunden und Tagen bereits diverse Nachrichten und guten Wünsche erreicht haben. Dies ist erstmal (hoffentlich für kurze Zeit) mein letzter Artikel in der Maintracht, da ich mich kommenden Dienstag einem größeren Eingriff unterziehen muss. Die Thorax Chirurgen sagen, für sie sei es Routine, für mich nicht. Aber es lässt mich hoffen. Aber deshalb bin ich erstmal raus und bedanke mich an dieser Stelle für euer Daumendrücken. Ach ja, und um das klarzustellen, es handelt sich dabei nicht um die Erkrankung, die ich bereits vor 20 Jahren besiegt habe.

Bleibt uns gewogen und seid gewiss, ich werde euch frühe oder später wieder nerven.

Titelbild: Alex Grimm/Getty Images

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