#SGEVFL – A little bit of Diva

von UliStein

Ich weiß nicht, wie es euch so gegangen ist, aber als ich gestern Nachmittag auf dem Weg ins Stadion war, wusste ich wirklich nicht, was mich erwartet und was dieser Tag mit mir machen würde. Auf der einen Seite der Abschied vom wohl größten Eintracht-Spieler aller Zeiten und auf der anderen Seite ein Spiel. Das dritte in der Woche und gegen den vermeintlich unangenehmsten Gegner, den VfL Bochum. Sicherlich nicht der leichteste Abschluss dieser englischen Woche.

Und dann begann er, der Abschied vom größten, von dem Spieler, der stets inbrünstig besungen wird vor jedem Spiel. Jürgen Grabowski. Für mich heute aus neuer Perspektive, ich sage mal eher Adlerhorst als Spielfeld, ich sollte mal über eine neue Brille nachdenken. Siehe unten. Perspektive hin, Perspektive her, es war ein sehr, sehr gelungener Abschied, den die SGE und ihre Fans da zelebriert haben. Die Rede vom Peter Fischer, warm, gefühlig, und doch würdig, einfach gut. Er kann sowas halt. Die Einleitung der Schweigeminute, auch schöne Worte, wohl gewählt.

Bild: privat

Und dann die Schweigeminute. Leute, ich war einfach nur geflasht. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, stattdessen hörte man ein einzelnes Handy klingeln. Hammer. Dank geht an dieser Stelle auch an die Fans des VfL Bochum, euer Verhalten war einfach nur gut.

Und dann begann das Spiel. Und es dauerte gar nicht lang, da kam ich mir vor wie im falschen Film. War das wirklich die gleiche Mannschaft, die unter der Woche Betis Sevilla klar dominiert hatte und fast aus dem Stadion geschossen hatte? Die spielten gegen einen zugegebenermaßen unangenehmen Gegner aber in allerfeinster Divamanier. Ungenaue Pässe, man hatte das Gefühl, die nehmen die Sache irgendwie nicht so richtig Ernst. Um es auf den Punkt zu bringen, die ersten vierzig Minuten waren richtig grottig. Folgerichtig ging der VfL dann mit 1:0 in Führung und die SGE konnte sich kurze Zeit später bei Kevin Trapp bedanken, dass es nicht schon 2:0 stand, als der eine tausendprozentige Chance der Bochumer sensationell vereitelte. Kurz vor der Halbzeit begann die SGE dann Lebenszeichen zu senden, mit dem Höhepunkt eines nicht gegebenen Elfers gegen Kostic; ich weiß nicht, ob es einer war, habe noch keine TV-Bilder gesehen.

Und dann begann Hälfte zwei, und man hatte sofort das Gefühl, es stünde eine neue Mannschaft auf dem Feld. Die wollten von Sekunde eins an und es dauerte nicht mal zwei ganze Minuten bis der Ball nach einem Eigentor auf Vorlage von Lindström im Netz der Bochumer lag. Und weitere fünf Minuten später erhöhte dann Kamada nach Vorlage von Lindström auf zwei zu eins, und zeigte damit dass er auch in der Liga wieder auf dem Weg zur alten Form ist.

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt, es ging hin und her, die Bochumer versuchten viel, kamen aber nicht mehr so in Position wie in Hälfte eins, es wirkte schon ein bisschen so, als ob die beiden frühen Tore in Hälfte eins ihnen etwas den Stecker gezogen hätten.

Was bleibt? Man hat das Gefühl, die Mannschaft springt derzeit immer genauso hoch wie sie muss, die englischen Wochen halt. Es darf gern so weitergehen, der Europapokal im nächsten Jahr dürfte bei sechs Siegen aus den verbleibenden acht Spielen machbar sein. Aber jetzt kommt erstmal der Donnerstag. Hätte ein besseres Trainingsspiel werden können, wenn die Chancenverwertung im Hinspiel besser gewesen wäre, so ist eigentlich noch fast alles offen.

Bleiben wir gespannt.

Titelbild: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

3 Gedanken zu „#SGEVFL – A little bit of Diva“

  1. Europacup im nächsten Jahr wird nur machbar sein, wenn wir in Leipzig gewinnen. Vor uns hat fast alles gewonnen

  2. Jürgen,

    wie gesagt, ich denke dass sechs Siege aus acht Spielen langen. Wir haben RBL (A), Fürth (H), Freiburg (H), Union (A), Hoppelhausen (H), Leverkusen (A), Gladbach (H) und M105 (A).

    Das bedeutet wenn Du gegen Leipzig und Leverkusen verlierst, musst Du alle anderen gewinnen. Inklusive in Mainz am letzten Spieltag…

  3. Werter Herr Stein,

    wenn hier auf der Seite auf die Netiquette verwiesen wird, sollten Sie sich zwei Mal überlegen, inwieweit Ihnen eine abwertende Pauschalbezeichnung als „Corona-Leugner“ hier gut zu Gesicht steht.

    Es gibt bei der Coronapolitik genug Punkte die eine Kritik notwendig machen, auch ohne ein Leugner von Corona zu sein! Ob die Verkürzung des Genesenen-Status, die bei allen Gerichten als verfassungswidrig erklärt wird. Oder die unsägliche Impfpflichtdebatte, ohne Sinn und Verstand, obwohl auch Ihnen aus Ihrem Umfeld bekannt sein müsste, dass Menschen gar nach Booster versterben aber zumindest erkranken, die Impfung keinen Fremdschutz bietet und eine Herdenimmunität durch die Impfung ein Hirngespinst ist. Ganz genau wie Maßnahmen an der freien Luft. Auch ist bekannt, dass die Übertragung in vollen Stadien sehr gering ist. Die Politik interessiert dies nicht und die Menschen die auf der Straße gehen, wollen in der absoluten Mehrheit just solche Ungerechtigkeiten bekämpfen, wobei man sich auf die Grundrechte der Meinungs- und Versammlungsfreiheit stützt.

    Diese blinde Bashing, welches von wenig Verstand oder zumindest Allgemeinbildung zeugt, sollte langsam der Vergangenheit angehören.

    Beste Grüße. Ich verbleibe mit der Hoffnung auf Besserung!

    W.L.Z.

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