#SGES04 – Geliefert!

von korken

Die Mannschaft hat geliefert! Borré hat geliefert (Symbol-Titelbild)!. Geliefert!

3:0 an einem kalten Samstag Mittag gegen den Tabellenletzten Schalke 04, 9 Punkte, zu diesem Zeitpunkt 35 Auswärtsspiele ohne Sieg. Ein typisches Aufbaugegner-Diva-Spiel, so hatten zumindest die meisten, die ich traf oder sprach, ihr eintrachtdivaeskes Bauchgefühl. Alles andere, ketzerisch formuliert, als eine Heimniederlage sei überraschend.

Bereits von draußen sichtbar, zu drinnen kann ich meist wenig sagen, der Blickwinkel auf die Westkurve ist zu spitz für mich um alle Banner, vor allem im Unterrang, überhaupt erkennen zu können, eine zarte Kritik am Testspiel gegen Leipzig, wichtig, finde ich.

Am Eingang die Hölle los, dennoch nur zarte Kontrollen, wie ich so hörte gab es etliche Probleme beim Zutritt mit Dauerkarten („storniert“), was da wirklich dran ist, da muss ich mich nochmal umhören. Wäre aber eine treffende neue Episode für „digitalst ever ever ever“!

Aber bleiben wir sportlich. Die Aufstellung wie zu erwarten, sprichwörtlich volle Kapelle, mit Trapp – Knauff, NDicka, Smolcic, Jakic, Dina Ebimbe – Sow, Kamada – Lindström, Götze – Kolo Muani. Knauff links, Dina Ebimbe rechts, Jakic kein gelernter IV, da kann man vorwegnehmen: gut gemacht!

Schalke aber überraschte mich. Sie parkten mitnichten den Bus im Tor, nein, sie wirkten als hätten sie einen Plan, eine Idee, wie sie uns wehtun können. Und sie machten das für ihre Lage wirklich gut. Gute Möglichkeiten erarbeiteten sich die Schalker, aber Glück auf! für uns, sie waren zu schlecht, die letzten Flanken und Pässe ordentlich zu verwerten. Glück auf! auch, weil Trapp ja zu Beginn der zweiten Hälfte einmal glanzparierte und bei den zwei Alutreffern.

1:0 stand es zur Halbzeit, weil der von Presse und Schalkern ausgerufener Schlüssel Lindström genau der Schlüssel war. Ein genialer Konter, er umtanzte faktisch die ganze Schalker Mannschaft um dann aus relativ spitzem Winkel mit einem Hammer in die lange Ecke zu vollenden. Erleichterung.

Zur Halbzeit selbst war mein Sitzumfeld sich recht einig: man müsse Ideen sammeln, um die Schalker weiter zu bearbeiten und zu knacken, es sei als Gesamtleistung einfach zu wenig, gegen gute Gegner sehe das Ergebnis anders aus. Es folgte: Trapps Glanzparade, erwähnte ich ja bereits. Und leider war es doch recht phantasielos, bis Rode kam. Der sortierte die Mannschaft irgendwie um. Und auch Borré lieferte in der Folge mit seinem starken 2:0. Respekt, Rafa. Sauber gezeigt, dass du da bist und lieferst. Es ist super, zwei Stürmer in Form auf dem Platz zu haben.

Und das 3:0 durch Buta in seinem ersten Pflichtspiel, das kam dann zum Zeitpunkt 90+X., als Schalke verständlicherweise aufgegeben hatte. Ich, und nicht nur ich, fühlte mich nach dem Spiel irgendwie ein bisschen bayernesk. Man grüßt vom 2. Tabellenplatz, hat den 18. mal nebenher mit einer schwächeren Leistung 3:0 besiegt.

Und dann war da noch die Kurve, die für mich aus alter Rivalität, jedoch aber völlig überflüssig, laut und deutlich „Absteiger!“ skandierte. Leute, mir wäre Schalke lieber als Leipzig. Just my 2 Cents. Und was das ständige „Lilienschweine!“ da im Stadion zu suchen hatte, völlig spielfern, das verstand nicht nur ich nicht. Gepaart mit „ihr seid zu leise und macht gefälligst mehr mit“ sagt dann alles aus – spielfernes Geschrei törnt nicht jeden an. Miteinander wäre mal besser gewesen.

3:0. 2. Platz. 16 Spieltage. Ja, es ist eng oben in der Tabelle, man kann auch schnell 6. sein. Aber die Momentaufnahme, so einen Tag vor dem Januarherbstrundenergebnis, die ist grandios und ich hätte das niemals vermutet.

Am Mittwoch geht es dann nach Freiburg. Die von Wolfsburg geschlachtet worden sind. Das ist für uns nicht gerade gut, denn die werden beißen. Und besser als Schalke sind sie auch. Da sollten wir uns gehörig konzentrieren, wenn wir da oben weiter in die Sonne schauen wollen. Also, wer oder was hindert uns?

(Titelbild: Alex Grimm/Getty Images)

3 Gedanken zu „#SGES04 – Geliefert!“

  1. Das Absteiger-Gebrüll ging auch außerhalb des Stadions bis zum S-Bahnhof munter weiter.

    Ganz ehrlich, ich verstehe nicht, warum man die Gästefans, die auf dem gleichen Bahnsteig warten, so provozieren muss.

    Das bin aber nur ich.

  2. Sind jedenfalls zu zweit. Mir auch unangenehm. Zumal die Schalke Fankurve echt tapfer und laut bei der Stange blieb, während unsere Profi-Fanetage … wie sag ich’s.. nicht grade die intensivsten Impulse lieferte, um das ausverkaufte Haus mitzureißen.

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