#M05SGE – Es braucht mehr Diva bitte

von UliStein

Zweiundzwanzig Mal trafen die SGE und der rheinland-pfälzische Rivale aus der Landeshauptstadt bisher in Mainz aufeinander. Es gab acht Siege für die Gastgeber, 13 Unentschieden und einen einzigen mickrigen Sieg für die Eintracht aus Frankfurt. Am morgigen Samstag besteht nun die Möglichkeit, diese Bilanz des Schreckens zumindest etwas positiver zu gestalten.

Natürlich weiß jeder halbwegs fußballinteressierte Beobachter, der es mit der glorreichen SGE aus dem Stadtwald hält, dass die Voraussetzungen dafür auf dem Papier denkbar schlecht sind. Die Gastgeber kommen mit dem Rückenwind der bisher guten Bilanz mit einem Sieg gegen den HSV nach dem holprigen 0:0 gegen Paderborn. Der Eintracht steckt noch die deftige Abreibung aus der zweiten Hälfte gegen Augsburg in den Knochen. Und während die Mainzer noch gegentorfrei sind musste Noah Atubolu im Tor der SGE schon sieben Mal in zwei Spielen hinter sich greifen.

Also die Punkte gleich per Post schicken? Soweit kommt das noch. Die Mannschaft sollte sich ein bisschen traditionsbewusst zeigen und die Diva mal wieder zum Vorschein bringen. Wie oft gab es das, dass Mannschaften mit dem Adler auf der Brust nach teils heftigen Rückschlägen aufgestanden sind und gezeigt haben, dass sie es können. Warum nicht schon morgen?

Personell sieht es unverändert aus zur vergangenen Woche, auch wenn Hütter bei Knauff den Eindruck erweckte, dass er es schaffen könnte. Ich denke aber mal, er wird erst gegen Freiburg wieder in den Kader zurückkehren. Somit sind neben dem rekonvaleszenten Collins und dem nicht berücksichtigten Ngankam alle Spieler an Bord. Spannend bleibt, ob Hütter am Samstag das System ändert und hinten die Dreierkette zurück bringt. Auf Rückfragen in der PK reagierte er eher verhalten, sprach von Automatismen, die sich noch einschleifen müssten, was bei einer Systemumstellung naturgemäß eher nicht der Fall wäre.

Ich bin ehrlich, ich bin ein großer Befürworter der Dreierkette, sie hat der Eintracht eigentlich seit Kovac‘ Zeiten immer am besten „gepasst“. Außerdem gäbe es bei einem 3-5-2 auch die Möglichkeit, die beiden gut harmonierenden Stürmer Burkardt und Ebnoutalib weiter zusammen auflaufen zu lassen. Das sähe dann etwa so aus:

Ich würde in diesem Spiel eindeutig der defensiv stärkeren und giftigeren Höjlund gegenüber Chaibi oder Götze bevorzugen, denn die Mainzer Offensive ist durchaus kampfstark besetzt und die ganze Eintracht-Defensive wird gut beschäftigt werden. Positiv überrascht hat mich übrigens, dass sich Hütter in der Pressekonferenz ganz deutlich hinter Baum und Kosugi gestellt hat. die ja vor allem nach dem Augsburgspiel deutlich in der Kritik standen.

Wenn die Mannschaft allerdings erneut solche Böcke wie gegen Union und vor allem Augsburg einbaut, dann erledigt sich jede Systemfrage von selber. Aber ich denke mal dass der erfahrene Adi Hütter genau weiß, an welchen Stellschrauben er drehen muss und wie er die nötige Aufmerksamkeit generiert. Er wusste ja auch als einziger bisheriger Trainer der Eintracht, wie man gegen Mainz gewinnt.

Um Wiederholung wird gebeten.

Titelbild: Alex Grimm/Getty Images

1 Kommentar zu „#M05SGE – Es braucht mehr Diva bitte“

  1. Immer die System-Debatte… wie viele ausgebildete Trainer sollen denn noch darüber dozieren, dass das nominelle System nicht entscheidend ist?Erst gestern hat Hütter erklärt, dass es um die mannschaftlichen Abläufe geht aka Kompaktheit und das richtige Zweikampfverhalten/Timing. Solange die Mannschaft das nicht über 90 Minuten hinkriegt, gewinnt sie weder in Mainz noch sonstwo. Aber wenn … dann sehen wir mehr Halbzeiten wie die erste gegen Augsburg. Wobei ich absolut zustimme ist, der Wunsch weiter mit Doppelspitze zu spielen. Ebnoutalib und Burkhardt funktionieren.

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