#SCTSGE – Saisonpremiere mit Erfolgsdruck

von UliStein

1:2 unterlag die Frankfurter Eintracht am 18.08.2018 als amtierender Pokalsieger beim SSV Ulm und damit war der Einstand des neuen Trainers Adi Hütter nach der vorherigen 0:5 Klatsche im DFB-Supercup komplett in die Hose gegangen. Etwas, was sich heute gegen den SC St. Tönis keinesfalls wiederholen sollte. Denn seit dem 0:7 gegen den FC Brentford ist schon eine derartige Unruhe im und um Verein und Mannschaft, da könnte ein weiterer Nackenschlag empfindlich weh tun.

Um diesen zu verhindern kommt es auf das richtige Personal an. Adi Hütter kann wohl bis auf den verletzten Collins und den rekonvaleszenten Aseko auf alle Spieler zurückgreifen. Auch der zuletzt verletzt ausgewechselte Kapitän Robin Koch sollte startbereit sein. Und ich denke schon, dass Hütter an dem eingespielten 4-2-2-2 festhalten wird.

Ganz hinten wird auf alle Fälle Santos starten, wie der Trainer in der PK am Mittwoch bekannt gab. Das ist einerseits logisch, denn hätte er gewechselt, hätte er Santos auch gleich den Stuhl vor die Tür stellen können. Andererseits setzte der Trainer hinterher, dass man sehen werde, was danach passiert. Klingt nach wenig bis keinem Vertrauen auf eine zukünftige Entwicklung. Vor Santos erwarte ich eine Viererkette mit Baum, Koch, Theate und Kosugi, auch ein bisschen mangels Alternativen, da ich Otávio noch lange nicht weit genug sehe und sich auf den Außen niemand anbietet.

Davor würde ich Larsson und Höjlund vermuten, wobei Onyedika durchaus Chancen haben dürfte, einen der beiden zu ersetzen. Im offensiven Mittelfeld würde ich mit Götze und Doan starten, da ich Uzun neben Burkardt als hängende Spitze sehe, die aus der Tiefe kommt, für eine durchaus mögliche Alternative zum zuletzt schwächelnden Ebnoutalib sehe. Stellt sich dann so auf:

Abseits jeder Personalentscheidung muss Adi Hütter es hauptsächlich schaffen, dass das Team den Kopf trotz allen Gegrummels und aller personellen Diskussionen frei bekommt, denn dann dürfte der Fünftligist aus der Oberliga Niederrhein kein Solperstein werden.

Ein schöner Randaspekt ist, dass die Eintracht und ihre mitreisenden mindestens 5700 Fans heute erstmalig seit April 1998 wieder in die altehrwürdige Grotenburg in Krefeld zurückkehren. Damals gewann die Eintracht in der 2. Liga beim KFC Uerdingen mit 0:1. In der Startelf standen Nikolov, Bindewald, Hubtchev, Kutschera, Schur, Sobotzik (89. Wolf), Weber, Zampach, Epp (46. Gebhardt), Güntensperger, Westerthaler (81.Mehic). Das Siegtor erzielte Christoph Westerthaler in der 79. Minute. Lang, lang ist es her.

Ich wünsche mir und erwarte eigentlich heute einen erfolgreichen Auftakt. Dann könnte man mit etwas mehr Ruhe oder zumindest nicht mehr Unruhe die Anstehenden Aufgaben in der Kaderplanung angehen und den Start der Bundesliga bei Union Berlin vorbereiten.

Daumen sind gedrückt.

Titelbild: Pau Barrena/Getty Images

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