Ein Spiel wurde verloren. Letztlich verdient verloren gegen einen Gegner, der in der zweiten Hälfte noch mit Qualität von der Bank nachlegen konnte. Etwas, was Adi Hütter bei der glorreichen SGE auf Grund des engen und nach wie vor nicht ganz runden Kaders nicht möglich war. Das ist die Kurzbeschreibung eines Spiels, in dem sich die Eintracht zumindest in Hälfte eins und in Teilen von Hälfte zwei mit dem derzeitigen Spitzenreiter (Stand Sonntagmorgen) auf Augenhöhe befand. Bis dann zwei Joker beim BVB den Unterschied und das Tor machten.
Jetzt kommt es aus Sicht der Frankfurter darauf an, schnellstmöglich die richtigen Lehren aus diesem Spiel zu ziehen und bereits am Dienstag die PS auf den Boden zu bekommen. Denn in Anbetracht von derzeit acht Punkten und einer Platzierung im hinteren Drittel der Liga gilt jetzt – mal zumindest bis Weihnachten – verlieren verboten. Denn mit dem HSV, Paderborn, Hoffenheim, Stuttgart, Bremen und Mönchengladbach sind die nächsten Gegner allesamt Mannschaften, die man mit einer Leistung wie gestern gegen Dortmund schlagen kann bzw. muss, bevor am letzten Spieltag vor Weihnachten der nächste Zahnarzttermin in Leverkusen ansteht. Doch zunächst einmal steht der Pokalauftritt in Hamburg an, der auch gewonnen werden sollte.
Diese Konservierung und Optimierung der gestrigen Leistung ist auch nötig, um die selbst geweckten Erwartungen zu befriedigen. Denn die heißen nicht Klassenerhalt, nein, der derzeitige Sportvorstand und gleichzeitige Vorsitzende des Vorstands möchte in den europäischen Wettbewerb.
Und das mit einem wirklich schlanken Kader, der gestern, gerade in der Offensive, sichtlich an Grenzen gestoßen ist. Denn sobald sich der Trainer entscheidet, mit (den) zwei Stürmern zu starten und gleichzeitig Malik Pimpong nicht zur Verfügung steht, gibt es keine Möglichkeit mehr, im Sturm irgendwie adäquat nachzulegen.
Insgesamt ist der Kader, obwohl Adi Hütter noch bei der Pressekonferenz vor dem Spiel meinte, aus dem vollen schöpfen zu können, ganz schön auf Kante genäht. Natürlich ist es gut, wenn dann ein Spieler wie Elias Baum auf der „falschen“ Seite ein wirklich starkes Spiel zeigt, aber gegen ein Spitzenmannschaft ist dann halt gut mal eben nicht gut genug.
Aber alle Diskussionen nützen nichts, man muss mit diesem Kader bis in den Januar klar kommen und erfolgreich sein, denn wie oben gesagt, jetzt gilt es.
Titelbild: Frederic Scheidemann/Getty Images