#Missing

Was war das eine geniale Saison, mit so vielen Höhen und (leider vor allem gegen Ende) auch dem einen oder anderen Tiefschlag. Egal. Wenn ich vor der Saison behauptet hätte, wir landen auf Platz sieben und fliegen in der Europa-League im Halbfinale raus, eingeliefert hätten sie mich.

Aber mit einigen Tagen Abstand möchte ich mal [...]  weiterlesen...

Umbruch die Dritte

Man hatte ja gehofft. Gehofft darauf, dass die Mannschaft des Pokalsiegers eine gute Basis für die nächsten Jahre sei. Aber dann. Ok, vielleicht geht es auch ohne Wolf. Na gut, Mascarells Abgang war ja vorhersehbar. Aber jetzt? Auch noch Boateng? Nach Sassuolo? Wo zum Teufel liegt das? Egal. Also langsam wird es dann doch sehr einschneidend. Und wenn jetzt noch die fast erwartbaren Angebote für Rebic eintreffen, dann ist der auch weg. Und dann? Mal wieder ein Neuaufbau, wie in den letzten zwei Sommern unter Kovac? Wahrscheinlich.

Übrigens ist dabei der Wechsel unserer Nummer 17 derjenige, der mich emotional am meisten trifft, aber trotzdem am wenigsten überrascht. Denn einerseits hat man schon die ganze letzte Saison gesehen, dass der Prince auf und (kolportierter Weise) neben dem Spielfeld seine Pausen brauchte. Und wie hätte das diese Saison mit der anstehenden Dreifachbelastung laufen sollen? Und zum anderen – wo sollte er eigentlich im Lieblingssystem unseres neuen Übungsleiters spielen? Hütter spielt in der Regel 4-2-2-2 mit sehr schnellen Spielern auf der 6 bzw. 8 und ohne echten 10er. Das passt leider nicht wirklich. Dass andererseits der Verlust des ‘Gesichts’ der Pokalsiegermannschaft 2018 extrem weh tut, ist klar. Aber leider – Business.

Apropos Business. Es scheint immer mehr so zu sein, neuer Trainer, neue Mannschaft. Auf und neben dem Feld. Denn wenn man jetzt in den Kader der Eintracht schaut, ist eigentlich nur die Defensive und (mit Abstrichen) der Sturm tauglich. Aber speziell im Mittelfeld klaffen noch ganz ansehnliche Lücken.

Wobei das auf der anderen Seite natürlich auch bedeutet, dass der Trainer seine Vorstellungen frei von Begrenzungen umsetzen kann. Und dass das bei Adi Hütter funktionieren kann, hat man ja bei seiner letzten Station in Bern gesehen, wo er direkt den zweiten Platz belegte.

Das werden spannende Wochen. lassen wir uns überraschen, wen die sportliche Leitung so aus dem Hut zaubert, über kurz oder (hoffentlich nicht zu) lang.