#SGEBSC – ein DREIfach donnerndes UFF!

19. Bundesligaspieltag, auf ein neues Corona-Geisterspiel im Stadtwald. Berlin war da. Also genauer gesagt, Berlin kam, sah, ging. Und der Berliner Bär schläft nach wie vor (siehe auch: Beitragssymbolbild).

Ein DREIfach donnerndes UFF! Zur Halbzeit steht es 0:0. Und meine kleine Twitter-WhatsApp-SonstWo-Bubble ist sich da ziemlich einig: großer Mist, man hat das alles im Griff, es ist zäh wie erwartet, der letzte Ball bleibt als mal hängen weil Berlin mit Mann und Maus alle Räume hintenrum zustellt. Und das es sich irgendwie unwirklich anfühlt, man erinnert sich an große Erfahrungen, nämlich an schlechte Erfahrungen. So schrub ich: ich sehe schon den Konter kommen. Dann liegen wir hinten und die mauern noch mehr, diese Berliner.

Durm spontan mit Knie, Kinder, ich hätte nie gedacht, dass ich den Kerl so schnell so massiv vermissen würde. Barkok auf rechts war für mich eine der beiden Schwachstellen, Kamada war sie zentral. Nicht das beide als Ausfälle zu werten sind, nein, das liegt mir fern, aber sie waren einfach doch im Vergleich zum Rest hinten dran. Ich hätte mir hier zur Halbzeit genau schon einen Impuls gewünscht, aber sei es drum.

Dann kommt Halbzeit zwei. Berlin wacht etwas auf, der Bär schläft nicht mehr. Und schießt ein Tor. Die Führung. Irgendwie so etwas wie die selbsterfüllende Prophezeiung. UFF. Eine Minute DREIundDREIßig später. UFF!!!! Ausgleich! Da waren wir mal richtig wach, gelle, schlafender Hertha-Bär? Und Silva hält die Rübe an eine Hammerflanke. Und Zack, war ich entspannt. Weil irgendwie mein Gefühl umschlug. Weg von der bekannten Sorge: so ein Spiel hätten wir noch vor 1 Jahr verloren hin zu: jetzt holen wir das Ding, wenn wir weiter draufhalten.

Und wir hielten weiter drauf. Der eingewechselte Hrustic haut einen Freistoß ein, der Berliner Bär schläft, kriegt das Ding nicht verteidigt, der ebenfalls eingewechselte Toure bringt die Flanke, Hinti rübt und UFF! (Übrigens, die zwei Schwachstellen wurden ja ersetzt, und die beiden Eingewechselten regelten das!).

Dann kommt Minute 90+2, Gewusel im Strafraum der Eintracht, der Herr korken bei Tutas Handkontakt die Luft an. Der Schiri pfeift. Der korken UFFt. Und erkennt: Abseits, vorher, was ein Glück!

Und die Kontermaschine läuft. Pass hin, pass her, Silva, RUMMS – Elfmeter in 90+4! DREI zu eins. UFF!

Jetzt so: DREIter Platz mit DREIundDREIßig Punkten. Champions League-Platz. Etliche Punkte Abstand auf den Abstieg (ich gugg da immer noch hin, sorry). Aber natürlich noch kein riesiger Vorsprung vor dem Tabellenmittelfeld, nämlich genau nur einen Punkt.

DREI Tore. DREIundDREIßig Punkte. DREIter Platz. Ein DREIfach donnerndes UFF! Und wie oben gesagt, noch vor Jahresfrist hätten wir so einen Kick dämlich verloren. Da hat sich was geändert. Und das ist doch ganz schön gerade. Sehr sehr schön. Und eine Nacht später kann ich mich sogar richtig freuen und nicht nur ungläubig den Kopf schütteln und mich wundern. UFF-UFF-UFF!