#SGEInter – Halbvoll

Raus aus dem Stadion nach den mehr als 90 ereignisreichen Minuten kam mir die Erinnerung an diverse Spiele in der Ära von Nikowatsch, in denen es regelmäßig eine gute und eine schlechte Hälfte gab. So wie gestern eben.

Während die Spieler der Eintracht in Halbzeit eins eher eine von Respekt und Vorsicht geprägte Leistung zeigten, ging es in Halbzeit zwei deutlich besser und deutlich mehr zur Sache. Für mich waren subjektiv beide Hälften jeweils von einem Spieler geprägt:

In der ersten Hälfte [...]  weiterlesen...

Hammer.

Da kommt man wie die anderen 46999 Zuschauer auch frühzeitig in den Stadtwald. Das ganze Stadion summt wie ein einziger Bienenstock, vor Nervosität und vor Gerüchten. Über den Ärger mit der Staatsmacht, aber hauptsächlich aus Vorfreude auf ein hoffentlich historisches Ereignis.

Und dann kam sie. Die Aufstellung. Und ich muss es zugeben, ich war wirklich skeptisch. Mit Abraham und Rode? Zwei eigentlich rekonvaleszente in einem so wichtigen Spiel? Mutig, mutig, Herr Hütter.

Auf dem Weg in den [...]  weiterlesen...

#ApollonSGE – Ihr habt doch einen Gott am Apfel!

Da ist er, der Donnerstag. Europacup, Europacup, am Donnerstag! *sing*

Zuerst einmal: ich beneide all die, die da unten auf Zypern in der Sonne braten, ihre Allerwertesten ins Meer packen, fremdländischen Schnaps oder Wein zu sich nehmen, schlemmen, faulenzen und die Eintracht sehen. Okay, ich hasse euch manchmal sogar ein bisschen. Und gönne es euch gleichzeitig.

Aber schauen wir mal. Das Hinspiel, gerade mal zwei Wochen her, wie ich fand relativ einfach und mit angezogener Handbremse 2:0 nach Hause gebracht. Tabellenführer. Sicheres Sechzehntelfinale mit einem Auswärtssieg, evtl. reicht gar ein Unentschieden. Gegen Apollon. Die Apollonjungs aus Limassol, gegen Apollon, den – unter Anderem – Gott der Weissagung der Künste.

Diesen Apollon, den hätten wir mal befragen sollen, vor der Saison. Wenn der was gesagt hätte, dann wären wir (Stand jetzt!) steinreich, allein aus Einnahmen aus unmöglichen Sportwetten aufgrund der doch mittlerweile großartigen Fußballkünste. Haben wir aber nicht, ihn gefragt. Weil wir halten es ja eher mit Äpfeln. Apollo ist, so lernte ich vor Kurzem in diesem Internet, eine Apfelsorte.

Hat also zufällig irgendjemand von Euch da draußen zufällig einen sortenreinen Apolloapfelwein für mich? Und wäre bereit, den kurzfristig zu liefern? Er wäre, so finde ich, ein standesgemäßes Tröpfchen, sollte unsere Truppe da die Energie auf den Platz bringen wie in den letzten Wochen. Und den Willen. Sie scheinen es ja zu können, wie wir vor Wochenfrist in Stuttgart gesehen haben. Das “Tschüß, Diva”-Spiel, für den Moment. Endlich mal haben wir uns anders verhalten wie gewohnt. Positiv anders.

Merkt ihr es? Ich bin aufgeregt. Verrückt nochmal. Sowas von. Wegen einem verfluchten “Es ist nicht die Pflicht, es ist nur die Kür!”-Europacup-Spiel. Das Schlimme (positiv!) ist ja wirklich, dass ich es unserer Truppe zutraue, das Ding heute Abend einfach humorlos klarzumachen. Angst hab ich keine.

Und für alle, die da so per Tagesflieger hindüsen: ihr habt doch alle einen am Apfel. Oder einen Gott. Oder mehrere. Oder einfach einen Gott am Apfel. Was weiß ich. Auswärtssieg, Sportsfreunde! Schreit für mich mit. Betrachtet den Stimmverlust einfach als Opfergabe. An den gleichen Apollon, den Gott der Musik und des Gesangs.