#SGE – Fühlt sich nach Verstopfung an

von UliStein

Sieben Tage vor dem Ende der sommerlichen Transferperiode kann man beinahe spüren, wie der Druck auf die sportliche Leitung wächst, einerseits die deutlich sichtbaren Lücken qualitativ und quantitativ adäquat zu besetzen und andererseits die Spieler, die aus welchen Gründen auch immer, keine Chance auf Einsätze haben, von der Payroll zu bekommen.

Auf der Zugangsseite sind ein Stürmer, ein Innenverteidiger, ein Linksverteidiger und natürlich eine neue Nummer eins für das Tor wohl die Minimalanforderungen. Auf der anderen Seite sollen dem Vernehmen nach mit Theate, Nkounkou, Chaibi, Bahoya, Ngankam und mindestens einem aus dem Duo Santos und Zetterer sowie eventuell Larsson noch bis zu sieben Spieler den Verein verlassen. Das heißt für den Sportvorstand bei noch sieben verbleibenden Tagen nahezu zwei Transfers täglich. Klingt nicht nach einem Achtstundentag.

Aber irgendetwas scheint zu klemmen, es fühlt sich an, als sei da etwas verstopft. Es geht nichts nennenswertes voran. Ist das vielleicht der Grund, warum Adi Hütter im Nachgang zum Auftritt im Pokal sehr deutlich machte, mit welchen Spielern er so ganz und gar nicht plant? Seine deutliche Absage an Wahi, Nkounkou und Theate sorgte für einiges Aufsehen und gaben mir das Gefühl, dass da auch ein gewisser Frust beim Cheftrainer mal raus musste, Frust darüber, kurz vor Ligastart immer noch ohne wichtige Alternativen im Kader dazustehen und auf der anderen Seite Spieler zu haben, die er nicht haben will und dennoch täglich trainieren muss.

Die sportliche Leitung muss dringendst liefern. Egal, ob Atubolu oder Mr. X für das Tor, Brassier oder Baas für die Innenverteidigung, Vitinho als Außenverteidiger, Kalimuendo oder wer auch immer, es muss etwas passieren. Am besten schon heute. Ansonsten dürfte die Gefahr eines mehr als holprigen Saisonstarts steigen und der Frage nach der Zukunft des Sportvorstands wieder neue Nahrung geben.

Aber, wie las ich gestern an anderer Stelle? “Ein guter sportlicher Manager zeigt sich auch daran, dann zu liefern, wenn der Druck am größten ist!”

Na dann.

Titelbild: Reinaldo Coddou H./Getty Images

1 Kommentar zu „#SGE – Fühlt sich nach Verstopfung an“

  1. In mir kreist ja zwischenzeitlich ein Gedanke:
    was ist, wenn der “gute sportliche Manager” allenfalls ein mittelmäßiger Manager ist, der in den ersten Jahren auf Scoutingwissen von vorheringen Stationen zurückgegriffen hat und sich an viele Namen einfach erinnerte? Dieses Wissen nun langsam aufgebraucht ist, da der Zahn der Zeit Talente von vor 5…7 Jahren schlichtweg altern lässt? Und eben neues Wissen nicht kommt?

    Wie seht ihr das?

      [Zitat]  [Antwort]

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