Besteht noch Hoffnung für den Fußball?

Die Frage, die mich so umtreibt. Eine für mich wichtige Frage. Denn Geld schießt Tore, sagt man. Oder auch: Geld schießt keine Tore. Sagt man auch. Bier auf Wein, das schmeckt fein. Wein auf Bier, das lob ich mir. Bier auf Wein, dass lass sein. Wein auf Bier, bleib weg von mir. Was stimmt also? Ich will einmal versuchen, dem Komplex etwas auf den Grund zu gehen.

Dafür aber legen wir erst einmal die Basis. Tabellenstände an den Spitzen der Ligen, schauen wir einmal nach: Deutschland, Italien, England, Frankreich und Spanien. Here we go.

Deutschland

2018 / 2019 – Borussia Dortmund, Bayern München, Borussia Mönchengladbach, RB Leipzig, VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt.

2017 / 2018 – Bayern München, FC Schalke 04, TSG Hoffenheim, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, RB Leipzig.

England

2018 / 2019 – FC Liverpool, Manchester City, Tottenham Hotspur, FC Chelsea, FC Arsenal, Manchester United

2017 / 2018 – Manchester City, Manchester United, Tottenham Hotspur, FC Liverpool, FC Chelsea, FC Arsenal

Frankreich

2018 / 2019 – Paris St. Germain, Lille OSC, Olympique Lyon, Montpellier HSC, AS St. Etienne, Olympique Marseille

2017 / 2018 – Paris St. Germain, AS Monaco, Olympique Lyon, Olympique Marseille, Stade Rennes, Girondins Bordeaux

Italien

2018 / 2019 – Juventus Turin, SSC Neapel, Inter Mailand, Lazio Rom, AC Mailand, AS Rom

2017 / 2018 – Juventus Turin, SSC Neapel, AS Rom, Inter Mailand, Lazio Rom, AC Mailand

Spanien

2018 / 2019 – FC Barcelona, Atletico Madrid, FC Sevilla, Deportivo Alaves, Real Madrid, Real Betis Sevilla

2017 / 2018 – FC Barcelona, Atletico Madrid, Real Madrid, FC Valencia, FC Villareal, Real Betis Sevilla

Und was heißt das nun?

In Deutschland sind auf den Plätzen der TOP 6 im Vergleich zum Vorjahr 3 neue Teams eingezogen, in Frankreich ebenso. In Spanien immerhin 2, in England und in Italien ist bis auf eine gewisse Änderung in der Reihenfolge alles beim Alten.

Ich komme also wieder beim Bier auf Wein-Vergleich an. Harte Fakten für einen “besseren” im Sinne von ausgeglichenerem Fußball scheinen wir also nicht zu haben. Aber wir haben Fakten für etwas Anderes. Etwas viel Wichtigeres.

Nämlich, und das haben wir hier auch schon einmal thematisiert bei der Maintracht, dass da, wo sich Clubs, Teams, Mannschaften “emanzipieren”, die Hoffnung besteht. Die Schwächephase der Bayern in der Bundesliga zum Beispiel, die sorgte dafür, dass eigentlich niemand mehr Angst vor ihnen haben braucht. Auch wenn die Ergebnisse der letzten Spiele der Hinrunde wieder deutlich für die Bayern ausgingen, geschenkt. Der Respekt ist dahin. Ähnliches kann man in Spanien mit einem Blick auf die Königlichen von Real Madrid betrachten. Oder sogar in England, Vergangenheit: Fulham wird Meister, Liverpool startet langsam durch, auch hier wurden die Platzhirsche deutlich angezählt.

Und unsere Eintracht?

Eben! Genau das ist es ja. Finanzielle Rücklagen massiv erhöht, ordentlich Mitglieder gewonnen, Pokalsieger 2018. Ohne Angst vor den Großen, ohne das noch vor doch relativ kurzer Zeit propagierte Betonmischen. Ja, es gibt sie immer noch, die Risiken. Hochmut kommt vor dem Fall. Aber Mut kann belohnt werden, wir sind auf einem guten Weg.

Stadionaus- bzw. umbaupläne, trotz stockender Phase gerade. Geplanter Geschäftsstellen- und Trainingsbau. Aufbau einer Spiel- und Kaderphilospophie mit Zukunft. Ordentliche Marketingvernetzung von sowohl Fußball AG als auch e. V., da gibt es noch so vieles mehr.

Und allein der Winter, sportlich betrachtet, zeigt wohl nicht nur mir: die sportliche Leitung (und nicht nur die!) hat ihre Hausaufgaben gemacht. Ausleihen von Spielern, Verschlanken des Kaders. Erstes Nachfassen auf einer wichtigen und kritischen Position (mit Sebastian Rode, herzlich willkommen zurück!).

In zwei Wochen geht es wieder los. Gegen Freiburg. Ich freu mich. Aber schauen wir mal, was die nächsten Wochen noch so bringen. Auch im Trainingslager.

Und ich habe sie, die Hoffnung auf einen besseren Fußball. In dem auch meine, nein, unsere Eintracht eine ordentliche Rolle spielt.

P. S.: Ich bin es los, mein Sky-Abo. Ich war konsequent. Wer von euch noch? Haut mal in die Tasten, ich bin wirklich neugierig. Und habe Sorgen vor meinem Entzug. Wobei, die Briefe von Sky, die waren schon eine Nummer… als letzten Versuch wollte man mir den Sky-Receiver ohne Sky für 5 € / Monat vermieten. Witzig, nicht?

2 Gedanken zu „Besteht noch Hoffnung für den Fußball?

  1. 1

    Guude!
    Bin auch seit September Sky-los geworden.
    Ich hatte den ‘regulären’ Termin zum kündigen verpeilt und hätte dann für das volle Programm (also alles, und alles in HD) 80€ statt bisher 35€ zahlen sollen…

    Soviel ist es mir dann doch grade nicht wert, da es ja auch nicht mehr alle spiele und alle tore live sind.

    Habe dann von meinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht, das hat auch soweit gut funktioniert und ich hab seitdem nix mehr von dem laden gehört.

    Und tschüss, sky!
    In Zukunft kommt nur noch ein on demand-stream oder so für mich in Frage.

  2. 2

    Klasse Bericht – sehr interessant mal die europäischen Ligen zu vergleichen! Geld schießt Tore und aus unserer Sicht müssen wir uns Gladbach als Vorbild nehmen

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