Winterpause sucks

Langweilig. Auch wenn die Pause zwischen den Spieltagen 17 und 18 dieses Mal ausnehmend kurz ist, es ist unendlich langweilig. Das liegt natürlich auch daran, dass die Mannschaft auf einem entspannten Platz in der Tabelle steht und bis auf den DFB-Pokal alle Ziele erreicht oder vielleicht sogar übertroffen wurden.

Außerdem hat man das Gefühl, die sportliche Leitung verfolgt einen Plan. Einen wirklichen Plan. Und reagiert nicht nur auf Einflüsse von außen. Eine der größten Schwachstellen im Kader, die durch die Verletzung von Torró etwas unterbelichtete Position im zentralen defensiven Mittelfeld wurde mit der Leihe von Sebastian Rode, dem semmelblonden, geschlossen. Spieler, die keine oder nur minimale Chancen auf einen Einsatz hatten, wurden verliehen bzw. abgegeben: Felix Wiedwald, Deji Beyreuther, Chico Geraldes und Nicolai Müller. Wenn Fredi Bobic und Bruno Hübner es jetzt noch schaffen würden, Bramir Hrgota, Marco Fabian und vielleicht sogar noch Simon Falette zu neuen Arbeitgebern zu transferieren, dann könnte man diese (kurze) Winterpause als nahezu perfekt abhaken.

Und weil das so ist, so scheint es mir, bekommen plötzlich wirklich nebensächliche Geschichten wieder eine Bedeutung in der öffentlichen Wahrnehmung, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann.

Wie zum Beispiel der Vertragsabschluss unseres Fussballgottes a.D. Alex Meier mit dem FC St. Pauli, dem besten Beispiel für glänzendes Underdog-Marketing, welches ich in Deutschland kenne. Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Ich gönne dem Alex diese Heimkehr zu seinen Wurzeln, ich denke das kann ein toller Abschluss seiner Karriere sein.

Was ich aber wirklich nicht verstehen konnte, ist der Bohei, der speziell in einem Artikel in der FR gemacht wurde, in dem alle Geschichten aus dem letzten Sommer nochmal aufgewärmt wurden, garniert mit Attributen wie unrühmlich, schlechter Stil etc. Finde ich persönlich hochgradig überflüssig.

Nachzulesen hier: http://www.fr.de/sport/eintracht/alex-meier-der-koenig-von-st-pauli-a-1649246

Dagegen fand ich die Worte, die Alex Meier selbst gefunden hat, wirklich angemessen, und hoffe dass er nach seiner Zeit in Hamburg wirklich zurück zur Eintracht kommt und vielleicht seine Talente und Fähigkeiten an die nächste Generation weitergeben kann.

Was sonst? Heute geht es in Nyon um die Wurst. Zur Verhandlung kommt vor den Gremien der UEFA das unsägliche Verhalten gewisser Frankfurter ‘Fan’-Gruppen, es stehen Geldstrafen, ein Teil-Ausschluss oder sogar ein Geisterspiel im Raum.

Da bleibt uns, den einfachen Eintracht-Fans derzeit nichts anderes übrig als die Daumen zu drücken, dass es ohne irgendwie geartete Kollektivstrafen abgeht. Aber, ganz ehrlich, ich habe da so meine Zweifel.

Wir werden sehen.

Aber halt. Einen hab ich noch. Da wurde Fredi Bobic in einem Interview (https://www.wiesbadener-tagblatt.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/fredi-bobic-ich-mache-keine-kompromisse-mehr_19886333#) gefragt

Vor Weihnachten haben Sie die Verträge einiger Spieler verlängert. Viele warten darüberhinaus auf eine Vollzugsmeldung bei Luka Jovic. Wann werden Sie die Kaufoption bei ihm ziehen?

Viele verstehen nicht, dass man Geld bezahlen muss, wenn man eine Option zieht. Die Frage ist, ob man das Geld zu dem Zeitpunkt dann auch hat. Das ist eine bilanzielle Geschichte. Wir haben bei Jovic überhaupt keinen Druck. Es ist egal, ob wir die Option einen Tag vor Optionsende ziehen oder in einer Woche. Dass wir sie ziehen werden, ist doch klar. Zwischenzeitlich haben wir seinen Vertrag aktualisiert, er hat einen Anschlussvertrag. Er weiß, dass er nicht zu Lissabon zurückgehen wird, sondern bei der Eintracht bleibt.

Das ist dann doch mal ein guter Schluss, oder?