#HSVSGE – Strohfeuer oder Trendwende?

von UliStein

SUNSUNSNS. So lautet die Bilanz der Frankfurter Eintracht aus den ersten neun Pflichtspielen der Saison 2026/27. Was fällt auf? Das vollkommene Fehlen jeglicher Konstanz und mindestens jedes Dritte Spiel eine Niederlage. Und was für Niederlagen. 1:4 gegen Augsburg oder 0:6 in Leipzig. Spiele des Grauens. Da war das 0:1 in Dortmund fast noch eine Augenweide. Darüber hinaus ist das die Bilanz einer Mannschaft, die so gar nichts mit den angestrebten Startplätzen für den Europapokal zu tun hat.

Nachdem man nun in Hamburg unter gütiger Mithilfe der Fußballkuh und des Schiedsrichters ein Spiel gewonnen hat, das man auf dem Papier gar nicht gewinnen konnte, da muss man dann doch mal fragen – sind der Rumpelsieg gegen Köln, die achtbare, knappe Niederlage gegen Dortmund und der Sieg der Effektivität gegen den HSV Zeichen einer zarten Trendwende, hin zur erfolgreicheren Spielgestaltung oder ist es nur ein Strohfeuer, dass schon am Sonntag in der nächsten Heimblamage endet?

Ich persönlich habe das Gefühl, dass Adi Hütter zwischenzeitlich seine Achse gefunden hat und er auch mit der Auswechslung von Robin Koch gegen Leipzig ein Zeichen gesetzt hat, das die Spannung und Aufmerksamkeit der Mannschaft nochmal geschärft hat. Die Achse die ich meine besteht aus Atubolu, Koch, Brassier, Onyedika und Burkardt, um die herum sich je nach Gegner und System die anderen Spieler anordnen. Was Freude macht ist derzeit die Entwicklung der jungen „Wilden“, sei es Baum, Kosugi oder Maluze nach seiner Verletzungspause. Nicht vergessen darf man hier natürlich Aseko und vor allem Ebnoutalib, die ich aber schon als deutlich weiter ansehe.

Die größte Baustelle ist derzeit der Sturm, da man mit Burkardt und Ebnoutalib eben nur zwei vollwertige Stürmer hat und mit Malik Pimpong noch einen Notnagel, der aber wohl noch deutliche Entwicklungszeit braucht. Da muss der neue Sportchef in der Winterpause ganz sicher nachlegen.

Insgesamt glaube ich wirklich, dass wir uns auf eine Phase der Stabilität zubewegen und die Mannschaft in den nächsten Spielen liefern wird. Aus den folgenden Spielen gegen den HSV, Paderborn, Hoffenheim, Stuttgart, Bremen und Mönchengladbach sollte man schon zwölf Punkte holen können, bevor es zum Jahresabschluss den ungeliebten Auftritt in Leverkusen gibt.

Ich weiß schon, dass das eine optimistische Sicht ist. Aber was bleibt einem als Eintrachtfan auch anderes übrig?

Titelbild: Stuart Franklin/Getty Images

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